Noni – Hilft oder hilft nicht?

Die Noni ist die in Deutschland noch relativ unbekannte Frucht des Noni-Baums, wissenschaftlich morinda citrifolia genannt. Der Laubbaum stammt vermutlich aus Australien, hat sich jedoch über den Indischen Ozean und bis nach Polynesien verbreitet. Von dort aus wurde die Pflanzenart von Seeleuten nach Hawaii gebracht und wächst heute an den Küsten Mittelamerikas, Westindiens und auf Madagaskar.

Die reife Frucht ist etwa so groß wie ein Hühnerei. Ihr Geschmack wird als unangenehm empfunden und als faulig oder nach altem Käse beschrieben.

Vermarktet wird Noni als Saft, dem durch den enthaltenen Wirkstoff „Xeronin“ eine angebliche gesundheitsfördernde und heilende Wirkung nachgesagt wird. Die Anwendungsgebiete sollen von Diabetes, Arthritis, Übergewicht und Depressionen bis hin zu Krebs gehen. Die Wirkung des Noni-Safts ist jedoch umstritten, nicht zuletzt, da der Wirkstoff Xeronin in der medizinischen und pharmazeutischen Wissenschaft gänzlich unbekannt ist und es für die Wirkung keine wissenschaftlichen Belege gibt. Dem entsprechend ist das Mittel nicht als Arzneimittel zugelassen.

Umstritten ist der Noni-Saft vor allem, weil es in der Vergangenheit einige Fälle von Leberentzündungen gegeben hat, bei denen eine Einnahme des Safts vorausging und damit zu rechnen ist, dass dieser der Auslöser für die Entzündungen war. Nach diesem Verdacht wurde die Verträglichkeit des Noni-Safts von diversen Instituten und Behörden geprüft. Das wissenschaftliche Gremium der EU kam zu dem Schluss, dass der Saft in den angebotenen Mengen zwar unbedenklich sei, wies aber ausdrücklich darauf hin, dass es keinerlei Beweise für eine gesundheitsfördernde Wirkung gibt. Es wird von Seiten der Behörden geraten, eine tägliche Dosis von 30 ml Noni-Saft nicht zu überschreiten.

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