Da Dänemark für Deutsche – vor allem für Norddeutsche – ein sehr beliebtes Urlaubsziel geworden ist, wollen wir Ihnen diesmal unsere skandinavischen Nachbarn im Norden einmal etwas näher vorstellen. Daher beleuchten wir in diesem Beitrag die Geschichte der Dänen und die Entwicklung ihres Landes – schließlich sollte man auch ein paar Hintergrundinformationen über sein Urlaubsland haben.
Geschichte Dänemarks
Die Dänen, ein nordgermanischer Volksstamm, sollen laut historischen Quellen im 6. Jahrhundert aus Schonen stammend, Jütland und die westlich gelegenen Inseln der Ostsee besiedelt und dabei andere germanische Stämmte verdrängt haben. Damals waren die Dänen in einer Vielzahl von kleinen Königreichen aufgesplittet; so gut wie jeder Fürst, der mindestens 50 Männer unter sich hatte, bezeichnete sich als König und sein Fürstentum als Königreich. Dies hatte jedoch ein Ende als im 10. Jahrhundet Gorm der Alte sämtliche Königreiche unter seiner Herrschaft vereinen konnte. Sein Sohn war der weltberühmte Harald Blauzahn – dieser nahm bereits 960 den katholischen Glauben an, was dazu führte das der alte Götterglaube immer mehr verdrängt wurde. Nach Harald Blauzahns Tod herrschte Knut der Große über Dänemark, seine Truppen eroberten große Teile Britanniens, Norwegens und auch Teile Schleswigs. Nach dem Tod Knut des Großen verloren die Dänen wieder große Teile der eroberten Gebiete und das Land stagnierte. Dies änderte sich erst wieder als Waldemar der Erste auf den Thron kam. Seine Truppen konnten große Teile verlorenen Landes vor allem im Süden wieder zurückerobern, im Jahr 1219 kam schließlich sogar Estland zu Dänemark.
Im Jahr 1227 wurden die Dänen von deutschen Truppen geschlagen, Dänemark musste die südlichen Gebiete wieder abtreten und im Jahr 1346 wurde auch Estland vom Deutschen Orden aufgekauft. Als die Hanse ab 1370 die wirtschaftliche Vormachtstellung der Wikinger allmählich verdrängte, konzentrierte man sich auf den Norden: im Jahr 1397 vereinten sich Dänemark, Norwegen, Schweden, Island und Finnland in der Kalmarer Union zu einem großen Königreich unter dänischer Herrschaft. Bis zur schwedischen Unabhängigkeit im Jahr 1523 bestand die Kalmarer Union weiter. In den folgenden Jahrhunderten kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen dem nun unabhängigen Schweden und Dänemark um die Vorherrschaft im Baltikum.
Zur Zeit der Napoleonischen Kriege war Dänemark anfangs neutral, kämpfte aber dann auf Seiten Frankreichs mit. Daher musste Dänemark im Frieden von Kiel im Jahr 1814 Helgoland an Großbritannien sowie Norwegen an Schweden abtreten. Nachdem in Europa die Bürger im sogennanten Vormärz mehr Demokratie und eine Beschneidung der monarchischen Rechte forderten, wurde Dänemark schließlich im Jahr 1848 eine konstitutionelle Demokratie. Im Ersten Weltkrieg war Dänemark neutral und wurde von Kampfhandlungen verschont. Nicht jedoch im Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1940 marschierte die Wehrmacht in Dänemark ein. Dänemark gab sich nach wenigen Stunden Kampf geschlagen, da Hitler ihnen innere Souveränität versprach. Die Juden in Dänemark konnten größtenteils durch das couragierte und mutige Verhalten der dänischen Bevölkerung vor den geplanten Deportationen fliehen, die Dänen versteckten ihre jüdischen Landsleute bei sich zuhause, versorgten sie mit Nahrung oder halfen ihnen zur Flucht nach Schweden.
Nach 1945 wurde Dänemark wieder ein voll souveräner Staat und ist bis heute eine konstitutionelle Monarchie. Dänemark ist Gründungsmitglied der NATO sowie Mitglied der UNO und der EU. Dänemark ist nach wie vor ein sehr beliebtes Urlaubsland, nicht nur für Deutsche; in den schönen und sauberen Städten bummeln an den Wochenenden tausende Touristen, um sich Souvenirs oder trendige Kleidung wie beispielsweise von Yakuza Ink. oder anderen angesagten Marken zu kaufen.